Rurrenabaque und Madidi Nationalpark - 21. - 24.05.2018


Sonntag sind wir über Nacht von La Paz nach Rurrenabaque gefahren. Nach der 14 stündigen Fahrt kamen wir Montagmorgen um 7 Uhr in unserem Hostel an. Tot müde legten wir uns in die Hängematten da wir unser Zimmer noch nicht beziehen durften. Nach einem kurzen Nap ging es dann auf die Suche nach Essbaren und Reiseagenturen, denn wir wollten eine Dschungeltour buchen. Wir hörten uns viele verschiedene Angebote an und entschieden uns dann für eine Tour mit der Firma Mashaquipe. Die schwere Entscheidung hat uns geschafft und wir suchten unser Mittagessen. Es gab frisch gefangenen Fisch aus dem Rio Beni, natürlich gab es dazu wie hier üblich zwei Beilagen, Pommes und Reis.

Gut gesättigt ging es zurück ins Hostel wo wir erstmal in den Pool sprangen und unser Zimmer bezogen. Am Abend sind wir mit dem Motorrad Taxi zu einem Aussichtspunkt gefahren an dem wir den Sonnenuntergang beobachteten.

Es ging für uns früh ins Bett, da wir noch packen mussten und am nächsten Morgen früh abgeholt wurden.
Am Dienstagmorgen sind wir von der Agentur mit einigen anderen aus unserem Hostel abgeholt worden. Auch zwei Engländerin waren dabei, mit diesen hatten wir zusammen gebucht und einen Rabatt verhandelt wenn wir alle zusammen buchen.



Auf dem Weg zur Lodge hielten wir mit dem Boot an einer kleinen Siedlung von Einheimischen. Hier durften wir Zuckerrohr pressen und trinken, aus dem Saft von Zuckerrohr kann man Sirup machen oder so trinken bzw. Alkoholische Getränke daraus entstehen lassen. Mit kleinem Gepäck sind wir mit dem Boot weiter gefahren, insgesamt drei Stunden den Fluss aufwärts bis wir an unserer Lodge im Nationalpark Madidi ankamen.
Viel luxuriöser als wir erwartet haben bezogen wir die Zimmer und wurden zum Mittagessen eingeladen. Zu allen Essen in den drei Tagen müssen wir sagen, dass sie köstlich waren und typisches Essen der Einheimischen sind.



Nach dem Mittagessen haben wir auf einer 3-4 stündigen Wanderung sehr viel über die heilende Wirkung von Pflanzen im Urwald gelernt. Auch Kopfschmuck und Bemalungen der Einheimischen haben wir gemacht. Als Farbe dienten die Blätter von Hagebutten ähnlichen Sträuchern.

Nach dem Abendessen machten wir noch eine Nachtwanderung die mit einem kleinen haarigen Tier anfing. Die Vogelspinne verschanzte sich ganz in der Nähe der Lodge. Bei der Nachtwanderung lag unser Hauptaugenmerk auf Insekten, da diese dann am einfachsten zu finden sind.

Am Mittwochmorgen wurden wir wieder mit einem großartigen Frühstück empfangen und machten danach Schmuck aus Utensilien aus dem Urwald, das dauerte einige Stunden. Dabei probierten wir frische Larven aus einer Art der Kokosnuss, diese schmeckten sehr nach Kokosöl. Danach blieb noch Zeit für Mittagessen und einer Runde schwimmen im Rio Beni.
Am Nachmittag stand eine Wanderung an der Tagesordnung die uns zu einem anderen Camp führte wo wir in einer Art Zelt untergebracht waren. Es war eher ein Dach aus Plane, Seitenwände gab es keine. So konnten wir später in der Nacht Tiere vorbeihuschen hören und alle Geräusche des Dschungels erleben. Davor sind wir aber in der Dunkelheit nochmals im tiefsten Dschungel spazieren gegangen um die Affen und andere Tiere zu finden, in dem Nationalpark sind 48% aller Arten der Säugetiere heimisch, leider kamen wir nicht in den Genuss alle zu sehen. Trotzdem haben wir viele Tiere beobachtet und sind fasziniert ins Bett gefallen.
Am nächsten Morgen sollten wir um spätestens 7 Uhr aufstehen, was uns allen vier (wir beide und die zwei Engländerinnen) sehr leicht fiel, da die Geräusche des Urwald uns schon etwas vorher weckten. Nach dem Frühstück ging es zügig zu einer Klippe wo wir die Papageienart Macao beobachten konnten. Diese sind monogam und fliegen immer mit dem Partner los und kommen auch immer mit dem Partner wieder. Falls der Partner stirbt, verliert der andere die Federn und verhungert. Aus diesem Grund beobachteten wir die Papageien aus sicherer Entfernung. Weiter ging es zu dem Fluss Rio Beni, hier angekommen bauten wir uns ein Floß mit dem wir 7 km den Fluss abwärts paddelten. Es gab noch ein letztes Mittagessen, danach mussten wir den Dschungel leider wieder verlassen und zurück mit dem Boot in die Zivilisation.


Am Donnerstag Abend ging es dann mit dem Bus zurück nach La Paz und nun am Freitag mit dem Anschluss nach Copacabana zum Titicacasee. Auf den langen Busfahrten schreiben wir gerade diesen Blog.




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