Potosi - 15.05.2018


Heute haben wir wirklich ausgeschlafen und sind erst um 8 Uhr beim Frühstück gewesen. Danach ging es zu Fuß durch die Stadt, wo wir besonders den Plaza de Armas (Hauptplatz) bestaunten. Ebenfalls war dort die Kathedrale, welche sehr prachtvoll aussieht.
Potosi war über mehrere Jahrhunderte die reichste Stadt der Welt. Dies war allein dem Bergbau zu verdanken, denn dieser lieferte wichtige und teure Ressourcen wie zum Beispiel Silber, Zinn und Zink. Da die Erträge über die Jahre gesunken sind und der Markt sich auch verändert hat, ist Potosi mittlerweile eine sehr arme Stadt, mit sehr viel Charme.

Zum Mittag haben wir uns auf dem Mercado Municipal ein Stand ausgesucht bei dem wir für wenig Geld viel leckeres Essen bekommen haben.

Noch heute wird der Bergbau in Potosi per Hand und unter schlechtesten Umständen betrieben. Dies kann man direkt miterleben, wenn man eine Führung in die Minen macht. Dies haben wir natürlich auch gemacht, man muss hier dazu sagen, dass die Minenarbeiter sich über die Führungen freuen, da man erstens Geschenke für die Arbeiter mitbringt und zweitens erhalten sie bzw. ihre Familien einen Teil der  Erlöse.

Unter Tage angekommen, sind wir durch Tunnel gelaufen, die schlecht gestützt wurden und oft nicht höher als 1 m waren. Die Luft wurde immer dünner und der Staub erschwerte das Atmen noch dazu. Da fällt einem es nicht schwer zu verstehen, weswegen die Minenarbeiter meist nicht älter als 65 Jahre alt werden. Dennoch sind sie ein sehr fröhliches und freundliches Volk. Wir haben anschließend unter Tage noch den Gott der Arbeiter kennengelernt, welchem auch regelmäßig etwas geopfert wird.
Wir waren alle sehr froh als wir wieder an der frischen Luft angekommen waren. Da wir alle sehr hungrig waren ging es in der Stadt noch zu den Straßenläden, wo wir einen Burger aßen.

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