Death Road - 18.05.2018


Heute war ein sehr spannender Tag. Wir möchten so viel verraten, einer von uns hat den Tag nicht ganz heil überlebt.

Der Start war sehr früh aber gemütlich, es ging um 6:15 Uhr zum Hostel Little Italy, wo wir gefrühstückt haben, bevor wir um 7:30 Uhr abgeholt wurden. Auf der Fahrt wurden wir voll ausgestattet mit Helmen und sonstiger schützender Kleidung ausgestattet.

Hier sieht man unsere tolle Übungsstrecke. 

Danach hielten wir auf 4300 üNN an einem kleinen See hinter La Paz, wo unsere Fahrt wirklich erst begann. Mit Mountainbikes ausgestattet ging es zum gewöhnen auf einer asphaltierten Straße ein paar Kilometer bergab. Danach wurden wir auf einen anderen Berg gefahren, der ca. die gleiche Höhe hatte. Als wir ausstiegen wurde uns klar worauf wir uns eingelassen hatten.

Cora neben einem Abgrund von ca. 300 m, vielleicht auch mehr. 


Denn für diesen Tag stand die gefährlichste Straße der Welt auf dem Plan. Meist ist die Straße nicht breiter als 3 m, links geht es hunderte Meter senkrecht in die Tiefe und rechts hunderte Meter senkrecht in die Höhe. Die Straße ist eine Schotterpiste die mal mehr und mal weniger befestigt ist. Die Schwierigkeit besteht nicht nur in der Kontrolle des Mountainbikes, sondern auch darin sich mit entgegenkommenden Bussen, Autos oder LKWs zu verständigen oder diese zu überholen.
Da geht vor Tjark jemand ganz stark in die Eisen, da ein Auto kommt. 


Damit wir die Fahrt gut überstehen, haben wir den bolivianischen Brauch mitgemacht, der uns Glück bringen sollte. Es gab einen Schluck für Mutter Erde (Pachamama), einen für das Fahrrad und einen Schluck für uns von dem 96% Alkohol, welcher hier immer für Bräuche benutzt wird. Ein Glück wurde keiner von der Polizei angehalten, da auf der gefährlichsten Straße der Welt Alkohol strengstens verboten ist.
Es ging den ganzen Tag mit unserer Gruppe und zwei Guides den Berg runter mit wunderschönen Ausblicken oder unter Wasserfällen entlang. Immer wieder wurde auf langsamere Fahrer gewartet und keiner wurde in irgendeiner Art und Weise gehetzt. Wir gehörten zu unserem Erstaunen zu den schnellsten unserer Gruppe. Besonders erstaunt war Tjark über Cora, da sie erst zweimal richtig Mountainbike gefahren ist. Nach dem Mittag hatte Tjark wohl etwas zu viel Adrenalin und ist noch schneller gefahren. Immer direkt hinter dem ersten Guide, da musste natürlich etwas passieren. Die GoPro hat ihren Hals gebrochen und fiel vom Fahrrad zu Boden, glücklicher Weise ist sie 20 cm neben dem Abgrund liegen geblieben, so dass wir sie mitnehmen konnten und die Bilder hier in den Blog laden können.




Im Tal auf 1300 üNN im Dschungel angekommen erwartete uns sehnsüchtig ein Pool und gekühltes Bier, welches wir uns wirklich an diesem Tag verdient hatten. Durch die Abkühlung und das erste Bier, welches hier typischerweise ein Liter groß ist, wurden wir noch zu einem leckeren Buffet eingeladen. Völlig fertig und mit einem noch anhaltenden Grinsen ging es 3 Stunden mit dem Bus bergauf bis nach La Paz.


Hier das Happy End. 




Kommentare

  1. Das war ja klar Herr Eitenmüller :)

    Sonnige Grüße aus Norderstedt

    Patrik

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